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Den "Faktor Mensch" und die Kommunikation bei Restrukturierungen nicht vergessen
Fachtagung 2005 für Personaldirektoren und Kommunikationsmanager am 11. Mai 2005 im Industrie-Club e.V. in Düsseldorf
von Dipl.-Kfm. Frank Roselieb
Pressemitteilung Nr. 1 / 05 (Donnerstag, 10. März 2005)
Düsseldorf / Kiel - Ob Großbank, mittelständisches Unternehmen oder Behörde - Meldungen über immer neue Stellenstreichungen verunsichern Mitarbeiter und Führungskräfte. Die Arbeitslosenzahlen klettern von einem Nachkriegsrekord zum nächsten. Auch beim "Jobgipfel" von Regierung und Opposition in Berlin will der Durchbruch nicht wirklich gelingen. Durch einseitigen Arbeitsplatzabbau und rigorose Kosteneinsparungen allein lassen sich Unternehmen und öffentliche Einrichtung allerdings nur selten wieder auf Kurs bringen. Notwendig ist vielmehr ein ganzheitliches Restrukturierungskonzept, bei dem auch der "Faktor Mensch" und die begleitende Kommunikation mit den Marktpartnern berücksichtigt werden.
Die Fachtagung 2005 des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, einem „Spin-Off“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, widmet sich daher den verschiedenen Facetten einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Restrukturierung. Vierzehn Experten aus Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Beratungsgesellschaften und aus der Wissenschaft vermitteln in Fallbeispielen und Praxisberichten fundierte Erfahrungen aus dem Unternehmensalltag. Themen der Veranstaltung am 11. Mai 2005 im Industrie-Club e.V. in Düsseldorf sind u.a. die Chancen und Risiken von Beschäftigungsgesellschaften, der Einsatz von personalwirtschaftlichen Kennzahlen im Restrukturierungsprozess und Konzepte einer begleitenden Unternehmenskommunikation.
"Häufig bleiben betriebliche Restrukturierungsbemühungen erfolglos, weil die operative Umsetzung im Personalbereich und die begleitende Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden und Investoren chaotisch verlaufen", sagt Frank Roselieb, Leiter des Instituts für Krisenforschung in Kiel. Das "Spin-Off" der Kieler Universität hat mehrere tausend betriebliche Misserfolgsfälle seit Anfang der 80er Jahre im Detail untersucht. Allein im Jahr 2004 mussten zwischen Flensburg und Freiburg, Aachen und Anklam rund 650.000 Betriebe - also jede vierte Firma - den Markt wieder verlassen. Hinzu kamen knapp 40.000 Unternehmensinsolvenzen. Jeder dritte dieser Pleitebetriebe war älter als zehn Jahre. Auch länger dienende Arbeitnehmer sind somit nicht vor überraschender Arbeitslosigkeit geschützt.
"Statt gemeinsam die notwendigen Kurskorrekturen vorzunehmen, arbeiten Personalmanager und Controllingverantwortliche, Rechtsabteilung und Kommunikationsbereich häufig gegeneinander oder aneinander vorbei", sagt Dr. Utz Brömmekamp, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. in Düsseldorf. Der "Faktor Mensch" bleibt auf der Strecke - mit fatalen Folgen für die Motivation der verbleibenden Mitarbeiter und für das Vertrauen von Kunden, Lieferanten und Investoren in das Unternehmen. Die Referenten der Düsseldorfer Fachtagung informieren deshalb auch über psychologische Aspekte der Führung und Motivation von verbleibenden Mitarbeitern nach Entlassungswellen, Stolpersteine und Erfolgsfaktoren des Personalmanagements bei Fusionen und über die Wandlung des Begriffs "Humankapital" vom einstigen Wertschöpfungsfaktor zum Unwort des Jahres 2004.
Eingeladen zur eintägigen Fachtagung sind Personalverantwortliche und Kommunikationsmanager, Geschäftsführer und Vorstände von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, Banken und Versicherungen, Einrichtungen der öffentlichen Hand und von Verbänden. Präsentiert werden keine blutleeren Beraterphilosophien oder Lehrbuchweisheiten, sondern fundierte Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis. Fallbeispiele für erfolgreiche Restrukturierungsprozesse und deren kommunikative Begleitung kommen u.a. von der Berliner Charité und vom Energieversorger Salzburg AG. Gefördert wird die Veranstaltung von der Deutschen Gesellschaft für Krisenmanagement e.V. (DGfKM) mit Sitz in Hamburg.
Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung im Internet unter
www.krisennavigator.de/personal
AnsprechpartnerDipl.-Kfm. Frank Roselieb Krisennavigator Institut für Krisenforschung Schauenburgerstraße 116 D-24118 Kiel Telefon: +49 (0)431 5606 480 Telefax: +49 (0)431 5606 481 Internet: www.krisennavigator.de E-Mail: roselieb(at)krisennavigator.de
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Erstveröffentlichung im Krisennavigator (ISSN 1619-2389): 8. Jahrgang (2005), Ausgabe 3 (März)
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Vervielfältigung und Verbreitung - auch auszugsweise - nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Krisennavigator - Institut für Krisenforschung, Kiel. © Frank Roselieb 1998-2010. Alle Rechte vorbehalten. Internet: www.krisennavigator.de | E-Mail: roselieb(at)krisennavigator.de
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